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Auf der Suche nach Stromfressern

Auf der Suche nach Stromfressern
Bildungskoordinatorin Julia Rosenberg und Bürgermeister Klaus Pesch erklären, welche Glühbirne weniger Strom verbraucht und mithin besser für die Umwelt ist. FOTO: mk
Lintorf (mk). Vergangene Woche wurden die neuen Energiespardetektive der Lintorfer Heinrich-Schmitz-Grundschule von Bürgermeister Pesch für ihr Stromsparwissen mit Urkunden ausgezeichnet. Von der Redaktion

„Es ist schön zu sehen, mit welcher Energie die Kinder an das Thema Stromsparen und somit Klimaschutz herangehen“, sagte der Bürgermeister erfreut, nachdem er gemeinsam mit Energieberaterin Susanne Berger von der Verbraucherzentrale NRW den Kindern nicht nur ihre Zertifikate überreichte, sondern sich auch viel Zeit nahm, die Fragen der neu ernannten Energiespardetektive zu beantworten, auch zu seinem eigenen Stromverhalten.

Die Ausbildung der Energiespardetektive ist ein Programm, dass aus Projektmitteln des Landes NRW und der Europäischen Union finanziert wird und in Städten mit einer Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW kostenlos in den Schulen durchgeführt wird. Es gibt das Projekt für Grundschulen und darauf aufbauende Programme für die weiterführenden Schulen. Auch die Stadt Ratingen unterstützt die Programme für ihre Schulen. Darum war es für Pesch zur Freude der Kinder Ehrensache, jede Urkunde vor Überreichung ebenfalls zu unterschreiben.

Während des dreiwöchigen Projektes gingen die Schülerinnen und Schüler Fragen wie „Welche Geräte im Haushalt verbrauchen am meisten Strom, wie schaltet man sie am besten aus?“, „Welche Birne ist der größere Stromfresser: Glühbirne, Energiesparlampe oder LED-Birne?“ und vielem mehr zusammen mit Julia Rosenberg (Bildungskoordinatorin für das Projekt Energie 2020 der Verbraucherzentrale NRW) und Klassenlehrerin Bettina Szabo auf die Spur. Dabei lernten sie nicht nur viel über das Messen und Einsparen von Strom, sondern konnten auch voller Stolz auf ihr neu erworbenes Wissen in den Familien und bei Bekannten wertvolle Tipps geben. Mit Fragebögen ausgestattet bekamen die Kinder nämlich die Aufgabe, auch zu Hause zu erforschen, wo schon Strom eingespart wird und wo noch nicht.

Über 100 Interviews wurden geführt und viele neue Stromsparer konnten gewonnen werden. Es konnten auch einige Vorurteile abgebaut werden. „Ein Fernseher geht zum Beispiel nicht kaputt, wenn man ihn nach Gebrauch ganz ausschaltet anstatt auf Standby zu stellen, oder ein Essen auf dem Herd kocht nicht schneller über, weil der Deckel auf dem Topf liegt, sondern wegen der zu heiß eingestellten Herdplatte“, so Rosenberg.

„Wir möchten den Kindern vermitteln, dass Energiesparen schon im Kopf anfängt. Es kann schon viel Strom eingespart werden, wenn viele einzelne Menschen auch nur ein wenig bewusster mit Strom umgehen. Dafür müssen nicht immer und von jedem alle Energiespartipps beherzigt werden“, sagte Energieberaterin Berger.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)