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Das Ratinger Publikum ist super

Das Ratinger Publikum ist super
Arthur Lenhardt, Zugleiter seit 2004. FOTO: D. Herrmann
Ratingen (dir). In der vergangenen Session war der Zug um rund 800 Meter kürzer als in den Jahren zuvor. Diesmal gibt es zur Freude aller Fans des Straßenkarnevals wieder das volle Programm. Von Dirk Herrmann

Die Bauarbeiten am Düsseldorfer Platz waren schuld daran, dass der letzte Ratinger Rosenmontagszug sich einen neuen Weg suchen musste. Der war kürzer und der ganze Tross bewegte sich obendrein in ungewohnter Richtung, der entgegengesetzten nämlich. Das war zwar auch nicht schlecht, bleibt aber, so wie es aussieht, ein Einzelfall. In diesem Jahr schlängelt sich der närrische Lindwurm auf den üblichen Pfaden durch Ratingens Straßen.

Um 10.11 Uhr geht's an der Industriestraße los. Die Anzahl der Zugnummern beträgt, wie im letzten Jahr, 81. Ganz neu dabei: die venezianische Fußgruppe von Ex-Prinzessin Petra Czekalla. "Da freue ich mich ganz besonders drauf", sagt Arthur Lenhardt, der seit dem Jahr 2004 das Amt des Zugleiters inne hat.

Lange Zeit hat seine Frau Gabriela ihn als 2. Zugleiterin bei der Erledigung seiner Aufgaben unterstützt. In diesem Jahr hat sein Sohn Alexander, 22, diese Funktion übernommen. Bleibt also weiterhin alles in der Familie. Und es gibt viel zu tun. Insbesondere die Erstellung und die Umsetzung des Sicherheitskonzepts ist mit großem Aufwand verbunden. Gleichzeitig müssen die Kosten im Rahmen gehalten werden.

Deshalb gibt es viele freiwillige Helfer oder solche, die für sich wenig Geld einbringen. So wie das THW Ratingen, das hilft die Absperrmaßnahmen umzusetzen. Zufahrtswege zum Närrischen Lindwurm werden mit Betonklötzen und großen Wasserkanistern blockiert. "Notfallschleusen nennt sich das", sagt Arthur Lenhardt, "das bedeutet, das Sanitäter oder Rettungskräfte durchkommen können, allerdings eben im Zickzack und entsprechend langsam." Auch Prinz Roland I. Adena stellt einige seiner Firmenfahrzeuge als Hindernisse zur Verfügung.

An den Seiten der Motivwagen, kommen natürlich auch in diesem Jahr wieder die "Wagenengel" zum Einsatz, freiwillige Helfer, die aufpassen, dass die Zuschauer den Wagen nicht zu nahe kommen. "Das Ratinger Publikum", sagt Arthur Lenhardt, "ist super. Da gibt es wirklich nie irgendwelche Probleme. So wünscht man sich das als Zugleiter."

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)