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Der Gesamteindruck: ernüchternd

Der Gesamteindruck: ernüchternd
Auch die Erlebniswelt hat schon bessere Zeiten gesehen. Immerhin hat sie regelmäßgi geöffnet. FOTO: D. Herrmann
Wie steht es um das Gelände am Blauen See? Die CDU Mitte hat sich das mal angesehen und Handlungsbedarf ausgemacht.

Der Ortsverband CDU Ratingen-Mitte hat sich über den aktuellen Zustand des Blauen See Geländes vor Ort informiert. In einer Pressemitteilung schreibt die stellvertretende Vorsitzende Ina Bisani, der Gesamteindruck sei ernüchternd gewesen. Neben einer völlig maroden Infrastruktur, mit gefährlichen Stolperstellen an Treppen und Wegen, seien die Gebäude vom Verfall bedroht. Die hölzerne Dachverkleidung des Cafés bröckele, das Gebäude dürfte schon bald nicht mehr nutzbar sein.

Einzig die sogenannte "Erlebniswelt", ein Spiel- und Fahrzeugangebot für die Kleinen von 3 bis 6 Jahren, sei regelmäßig geöffnet. Sie sei zwar in die Jahre gekommen, aber in Takt und werde teilweise mit pädagogisch sinnvollen Angeboten betrieben. Wolfgang Diedrich, Vorsitzender der CDU Ratingen-Mitte hat in dem Gespräch mit dem Pächter der Erlebniswelt deutlich gemacht, dass die Politik mit einem breiten politischen Konsens den Antrag gestellt hat, das Gelände wieder insgesamt zu einem zeitgemäßen Freizeitangebot für die Bürger und Bürgerinnen zu entwickeln. "Dabei haben wir sowohl die Kinder, die Jugendlichen, die Familien, die Touristen und die Senioren im Blick, um für alle ein passendes Angebot zu konzipieren. Der Blaue See ist eine überregionale Marke für Freizeit und Kultur und da wollen wir wieder hin. Dazu gehört die Naturbühne, ein Ausflugslokal, ein Spiel- und Freizeitangebot und natürlich der Märchenzoo", so Wolfgang Diedrich.

Neu ist ein Umweltbildungszentrum mit eine naturpädagogischem Erlebnisangebot, in dem Kinder viele praktische Erfahrungen mit allen Sinnen machen können. Hier könnten auch die Bleichwiesen von Cromford einbezogen werden, die mit der Anger eine optimale Möglichkeit für spielerische Naturerfahrungen bieten.

"Keineswegs soll der Blaue See nur ein museales Umweltbildungszentrum werden. Der Freizeit- und Spielcharakter für die ganze Familie muss natürlich dabei erhalten bleiben und es muss Spaß machen", betont Wolfgang Diedrich weiter. Dass die Überplanung des Geländes eine komplexe Aufgabe ist, machte Ewald Vielhaus, Fraktionsvorsitzender und Ratsherr für den Wahlkreis Blauer See deutlich. "Die Stadt Ratingen muss das Gelände zunächst einmal gemäß Ratsbeschluss kaufen. Erst danach wird die Planung konkret – natürlich mit Bürgerbeteiligung – in Angriff genommen und ein Finanzierungskonzept unter Einbindung öffentlicher Mittel für die erforderlichen erheblichen Investitionen in die Infrastruktur verabschiedet."

Dann seien die jetzigen Pächter als konstruktive Berater und Kenner des Geländes in dem Planungsprozess mit ihrer Expertise herzlich willkommen. Sicherlich könnten sie sich aber auch später in enger Abstimmung mit der Verwaltung in den dann gemeinnützigen Betrieb mit einbringen. Vielhaus: "Die Chancen, dass der Blaue See an die guten alten Zeiten mit für die nächsten Generationen gesicherten freizeit- und naturbildungsorientierten Angeboten anknüpft, standen noch sie so gut."

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