| 17.18 Uhr

Die Jecksten sollen es sein

Die Jecksten sollen es sein
Gründungsmitglieder des Prinzen-Fördervereins mit einer nicht ganz preisgünstigen Prinzenkappe. FOTO: D. Herrmann
Ratingen (dir). Ein neu gegründeter Förderverein soll künftig die Karnevalsprinzenpaare der Stadt im Bedarfsfalle finanziell unterstützen. Die Initiatoren wollen so die Anzahl möglicher Kandidaten erhöhen und vor allem auch jüngeren Menschen eine Chance geben. Von der Redaktion

Bislang war es so: Wer sich in Ratingen berufen fühlte, in der Karnevalszeit das Prinzenpaar zu werden, musste zwei Dinge mitbringen. Erstens: Frohsinn. Und zweitens: Geld. Von letzterem braucht es nicht wenig, die Kosten bewegen sich im Bereich eines gut ausgestatten Kleinwagens.

Allein Ornat und Kleid schlagen mit rund 5000 Euro zu Buche. Das kann sich freilich nicht jeder leisten und beschränkt den Kreis möglicher Kandidaten erheblich. Diesem Missstand abzuhelfen, war das Ziel von Detlef Brendel, einem langjährigen Freund von Peter Hense, dem Vorsitzenden des Ratinger Karnevalsausschusses (KA). Brendel entwickelte die Idee für den jüngst ins Leben gerufenen Förderverein Prinzenstiftung, der ab der nächsten Session die Prinzenpaare im Bedarfsfalle finanziell unterstützen soll.

Geld soll dann bei der Auswahl der Tollitäten eine nachrangige Rolle spielen. Es zählt vor allem die Leidenschaft für das Amt. Die Initiatoren sehen darin auch ein wichtiges Signal für den Nachwuchs. Schon in jungen Jahren können Träume wahr werden. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür sollen durch persönlich Spenden geschaffen werden. Jeder Betrag ist willkommen. Für die "Stifter", die sich mit mindestens 500 Euro beteiligen, wird jährlich eine Stifter-Mahlzeit in noblem Rahmen stattfinden. Die Auswahl des Prinzenpaares obliegt auch künftig dem KA, der neue Förderverein will ausdrücklich keinen Einfluss nehmen.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)