| 17.27 Uhr

DLRG warnt vor dem Betreten von Eisflächen

Der Winter hat in Deutschland Einzug gehalten. Die aktuelle Wetterlage lässt derzeit aber nur auf wenigen Seen einen Eisspaziergang zu.

In den meisten Fällen ist die Eisdecke noch zu dünn. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

Die DLRG weist darauf hin: Eis braucht Zeit, um einen Menschen tragen zu können. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten. Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen zeigen: Es ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten.

Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich. An den Zu- und Abflüssen kann das Eis innerhalb weniger Meter erheblich dünner und die Eisqualität völlig anders sein als auf dem Rest des Sees.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Das kann ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sein. Denn: Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen. Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum die nasse Kleidung  ausziehen, langsam mit warmen, zuckerhaltigen Getränken sowie in trockenen Decken gehüllt aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.