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Ehrenamt und heiße Rhythmen

Ehrenamt und heiße Rhythmen
Sie rühren die Werbetrommel für die 13. Woche des Ehrenamtes in Ratingen. Das Kompetenzteam mit dem Ehrenamtsvorsitzenden Erhard Raßloff (3. von links) und dem Bürgermeister Klaus Pesch (2. von rechts). FOTO: pk
Am kommenden Samstag findet auf dem Kirchplatz vor St. Peter und Paul die 13. Auflage der Ehrenamtsmeile statt. Von Pierre-Claude Hohn

Ratingen ( pk)

. „Engagement macht stark, da unterstützen Hilfe-Geber diejenigen, die Hilfe brauchen“, sagt Erhard Raßloff, Vorsitzender der Miteinander-Freiwilligen-Börse. In die gleiche Kerbe schlägt Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch, der sich im Vorstand der Freiwilligen Börse für das ehrenamtliche soziale Engagement einsetzt. „Wir handeln total altruistisch, dass bedeutet, alle die uns unterstützen arbeiten ehrenamtlich, bekommen keinen Euro“, betont Klaus Pesch. 23 Ehrenamtler sind als Kompetenzteam für „Miteinander“ im Einsatz.

Derzeit sind einige Positionen nicht besetzt. Das bedeutet, dass Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, hier eventuell eine neue Aufgabe finden können. In der Regel werden es Menschen sein, die ihr Berufsleben beendet haben, sich aber fit genug fühlen, um mit ihren Fähigkeiten zu helfen und neue Ehrenamtler zu generieren. Hierbei sind oft ganz banale Dinge von großer Bedeutung.

So zum Beispiel die Nachbarschaftshilfe, wenn jemand seinem Nachbarn Brötchen vom Bäcker mitbringt und sich nach dem Befinden des Nachbarn erkundigt. Mit alleinstehenden Menschen spazieren oder einkaufen gehen oder ein Ansprechpartner zu sein ist ebenfalls eine tolle Nachbarschaftshilfe. Wenn jemand dafür fünf Stunden wöchentlich aufbringt, wird er dafür mit der Ehrenamtskarte der Stadt Ratingen, die einige Vergünstigungen beinhaltet, belohnt.

„Aber viele Ehrenamtler wollen solch eine Belohnung gar nicht, sie sehen die Ehrenamtskarte mehr als ein symbolisches Dankeschön“, weiß Erhard Raßloff. Wer mehr über das ehrenamtliche Engagement in Ratingen erfahren will, sollte unbedingt am Samstag (15. September, ab 10 Uhr) die 13. Ehrenamtsmeile besuchen. Auf dem Kirchplatz Peter und Paul werden etwa 40 Ratinger Vereine, Verbände und Organisationen Fragen zum Ehrenamt beantworten. Nikos bekannte Trommelgruppe wird die Besucher mit heißen afrikanischen Rhythmen begeistern.

Zudem lockt eine Tombola mit 1000 Preisen. Jedes Los zu einem Euro gewinnt. Für die Preise hat Ronald Kölln gesorgt. Der 71-Jährige vom Kompetenzteam hat bei Ratinger Firmen mit Erfolg um Spenden nachgefragt. Dazu sagt er: „Das war zwar mühevoll aber eine höchst befriedigende Aufgabe, die mein Leben wertvoller gemacht hat“. Man sieht also, es ist eine Menge los am Samstag auf dem Kirchplatz. Aber es gibt noch weitere Termine. So zum Beispiel am Donnerstag (20.09.), wenn Dorit Schäfer (Kompetenzteam) zum Thema „Ehrenamt in Ratingen – Welche Möglichkeiten gibt es und was könnte für mich passen?“ im Konferenzraum des SKF, Düsseldorfer Straße 40, doziert (17 Uhr).

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)