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Feuer in Flüchtlingsunterkunft in Tiefenbroich

Feuer in Flüchtlingsunterkunft in Tiefenbroich
Das vom Brand betroffene Zimmer und angrenzende Gebäudeteile sind derzeit nicht mehr bewohnbar. FOTO: Polizei
Feuerwehr und Polizei in Ratingen wurden am Freitagmorgen des 25. Mai, gegen 0.50 Uhr, zu einem Zimmerbrand in der zentralen Flüchtlingsunterkunft  an der Daniel-Goldbach-Straße in Tiefenbroich gerufen.

Die Feuerwehr konnte den Brand erfolgreich löschen. Bewohner der Unterkunft waren vom Sicherheitspersonal der Einrichtung zuvor rechtzeitig evakuiert und in Sicherheit gebracht worden. Dennoch wurden insgesamt vier Personen, mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung, vom Ratinger Rettungsdienst untersucht. Nur eine dieser Personen musste danach mit einem Rettungswagen vorsorglich in ein örtliches Krankenhaus gebracht werden.

Das vom Brand betroffene Zimmer sowie unmittelbar angrenzende andere Teile des Gebäudes sind aktuell nicht mehr bewohnbar. Rund 30 dadurch betroffene Bewohner konnten schnell in anderen, aktuell nicht genutzten Räumlichkeiten der Ratinger Einrichtung untergebracht werden. Der entstandene Gebäude- und Sachschaden beläuft sich nach ersten polizeilichen Schätzungen auf ca. 50.000,- Euro.

Für die Dauer der Löscharbeiten sperrte die Ratinger Polizei die Daniel-Goldbach-Straße im Bereich des Brandortes für ca. zwei Stunden komplett für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr. Hierdurch kam es zur Nachtzeit aber nicht zu größeren Störungen. Der Brandort wurde nach dem Ende der Löscharbeiten sofort von der Kriminalpolizei beschlagnahmt. Bereits bei den ersten polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache erhärtete sich schnell ein konkreter Tatverdacht der Brandlegung gegen einen 22-jährigen Bewohner des betroffenen Raumes.

Der als psychisch krank eingestufte Mann konnte wenig später vor Ort angetroffen und festgenommen werden. Dabei äußerte der Festgenommene spontan, dass er das Feuer in seinem Zimmer selber verursacht habe. Die polizeilichen Ermittlungen und Vernehmungen zum eingeleiteten Strafverfahren wegen Verdacht der schweren Brandstiftung dauern an.

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