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Kleiner Aufwand – große Chance

Kleiner Aufwand – große Chance
Viele Mitarbeiter der Sparkasse ließen sich typisieren. Erhard Raßloff vom DRK (Mitte vorn) und Jörg Buschmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse HRV, freuten sich über die rege Teilnahme. FOTO: D. Herrmann
Ratingen. Im Kampf gegen Blutkrankheiten ließen sich Sparkassen-Mitarbeiter für die Stammzellspenderdatei typisieren. Von der Redaktion

Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 14.000 Menschen an einer bösartigen Blutkrankheit. Die Übertragung von gesunden Blutstammzellen ist oft die einzige Möglichkeit, eine solche Krankheit zu besiegen. Manchmal gibt es in der eigenen Familie einen geeigneten Spender. Für die meisten Erkrankten muss jedoch ein Fremdspender gefunden werden. Die Chance dazu ist natürlich umso größer, je mehr Menschen sich typisieren lassen und in einer Blutstammzell-Spenderdatei registriert sind. Die Typisierung ist unkompliziert und erfolgt über einen Abstrich der Mundschleimhaut. Mitmachen können grundsätzlich alle gesunden Menschen zwischen 18 und 50 Jahren.

Die Westdeutsche SpenderZentrale gGmbH (WSZE), eine gemeinnützige Einrichtung des Universitätsklinikums Essen und des DRK-Blutspendedienstes West, arbeitet deshalb seit langem mit großem Engagement daran, die Zahl der registrierten Spender zu vergrößern.

Die Sparkasse HRV unterstützt die WSZE in Kooperation mit dem DRK Ortsverband Ratingen seit Jahren mit Spenden. In diesem Jahr entstand die Idee, die Einrichtung nicht nur finanziell, sondern auch ganz „praktisch“ zu unterstützen: Warum nicht auch in den eigenen Reihen nach Spendern Ausschau halten?

Die Übergabe der Spende wurde deshalb mit einer Typisierungsaktion in der Ratinger Sparkassen-Hauptfiliale verbunden, an der sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse beteiligen konnten. Die wurden in einem Rundschreiben über das Thema und die Arbeit der WSZE informiert – und konnten sich direkt anmelden. Und das taten auch einige. Das Interesse zu helfen reichte aber über diesen Kreis hinaus. Deshalb bestand für diejenigen, die an dem Termin keine Zeit hatten, die Möglichkeit, sich entsprechendes Typisierungsmaterial zusenden zu lassen – eine Möglichkeit, die etliche Sparkassenmitarbeiter auch nutzten. Beim hausinternen Aufruf zur Teilnahme an der Typisierung stellte sich außerdem heraus, dass viele Mitarbeiter bereits aus anderen Aktionen in der Spenderdatei registriert sind.

Jörg Buschmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse HRV, freut sich, dass seine Mitarbeiter dazu beitragen konnten, die Spenderdatei wieder ein bisschen zu vergrößern: „Für den Typisierten ist der Aufwand minimal – für einen potenziellen Empfänger aber kann die Spende die Rettung seines Lebens bedeuten. Das bewegt einen schon.“ Er hofft deshalb, dass die Zahl der Menschen, die sich typisieren lassen, weiter steigen wird und in Zukunft noch mehr Erkrankten geholfen werden kann.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)