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Lintorfer Schützenchef: Politik will Brauchtum abschaffen

Lintorfer Schützenchef: Politik will Brauchtum abschaffen
Lintorfs Bruderschaftschef Andreas Preuß reagierte mit Unverständnis auf das Gutachten des Sachverständigen. FOTO: D. Herrmann
Lintorf (dir). Der Schießstand in Lintorf ist durch die Sicherheitsprüfung gefallen. Der Bruderschaftschef reagiert mit Unverständnis. Von Dirk Herrmann

Andreas Preuß ist angefressen: „Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man die Bruderschaften auf diese Weise einfach kaputt machen möchte“, sagt der Lintorfer Bruderschaftschef und bezieht sich damit auf eine unlängst stattgefundene Prüfung des Schießstandes, der leider mit einer langen Mängelliste endete. Andreas Preuß erklärt: „Derzeit dürfen wir den Schießstand nicht benutzen. Zunächst müssen die Mängel beseitigt werden, die bislang nie moniert wurden.“ Die Zeit drängt, schließlich ist am 12. August Möschesonntag und dann soll der neue Gästekönig ermittelt werden. „Wir bemühen uns um eine Lösung, der Sachverständige hat uns Hinweise gegeben, wie wir vorgehen könnten“, so der Schützenchef nach dem Treffen an diesem Abend.

Natürlich muss für Möschesonntag eine Lösung gefunden werden, die dann auch für das Königsschießen am Schützenfest gilt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir nicht mit Wasserpistolen auf Kerzen schießen müssen“, sagt Andreas Preuß.

Der Schießstand der Lintorfer Bruderschaft, so Preuß weiter, sei nicht der einzige, der durch Sachverständige beanstandet und stillgelegt worden sei. Mehrere Bruderschaften in der Nachbarschaft hätten die gleichen Probleme mit ihren Schießständen. In Lintorf krankt es vor allem am Zustand des Fangkorbs, in dem sich der Königsvogel beim Schießen befindet. Der zuständige Sachverständige Erwin Ramacher hatte an der Einrichtung einiges auszusetzen, angefangen von der Befestigung bis hin zum Material.

Im jetzigen Zustand, so Ramacher, sei die Gefahr gegeben, das der Korb runterfalle und jemanden treffen oder auch dass eine Kugel abpralle und Menschen gefährde. „Der Geschossfangkasten“, so Ramcher, „ist völlig ungeeignet.“ Das muss nun zunächst von den Verantwortlichen der Bruderschaft korrigiert werden. Anschließend gibt es einer neuerliche Überprüfung und erst dann kann der normale Schießbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Das bedeutet allerdings nicht das die Anlage nun komplett still gelegt wurde. Der Betrieb mit Druckluftwaffen, versichert Ramacher, sei unbedenklich.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)
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