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Nitzschmann zeigt keine Nerven

Nitzschmann zeigt keine Nerven
Als Simon Breuer kurz vor Schluss den Anschlusstreffer zum 28:29 erzielte, keimte Hoffnung im Lager der SG Ratingen auf. Doch am Ende setzte sich Langenfeld mit 31:28 durch. FOTO: pk
Ratingen (pk). Die SG Ratingen tat sich schwer mit dem Abschluss. Doch einer präsentierte sich abgebrüht. Von Pierre-Claude Hohn

Der Handball-Viertligist SG Ratingen bleibt zwar auf Rang drei, hat aber vorläufig den Kontakt zu den beiden Spitzenteams SG Langenfeld (20:2 Punkte) und TSV Bonn (19:3 Punkte) verloren. Nach der verdienten Niederlage gegen den VfB Homberg folgte nun die vierte Saisonniederlage beim neuen Spitzenreiter SG Langenfeld. Diesmal jedoch lieferte das Team von Trainer Khalid Khan eine gute Leistung ab, war über weite Strecken der Partie mit den Gastgebern auf Augenhöhe.

Am Ende aber setzten sich die Langenfelder mit 31:28 (15:13) durch. Die Entscheidung fiel erst in den letzten zwei Minuten. Da gelangen den Gastgebern zwei Tore zum 31:28-Endstand. Trainer Khan war natürlich enttäuscht, da seine Mannschaft durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte. Die Partie begann für die SGR sehr gut. Simon Breuer und Kai Funke sorgten für eine 2:0-Führung. Sogar das 3:0 war möglich, jedoch scheiterte man am sehr starken Langenfelder Keeper. Die Wurfausbeute war das große Manko bei der SGR. Viele hochkarätige Chancen blieben ungenutzt, da die Gäste entweder am Torwart scheiterten oder nur Pfosten und Latte trafen oder am Tor vorbei warfen.

Diesbezüglich agierten die Hausherren viel besser. So schafften die Langenfelder eine 15:13-Pausenführung. Aber die SGR gab nie auf, schaffte nach Wiederanpfiff sogar die 16:15-Führung. Nun aber sorgten die Gastgeber für die Vorentscheidung zu ihren Gunsten, zogen auf 23:19 davon. Davon erholten sich die Ratinger nie mehr so richtig. Zwar gelang Simon Breuer 150 Sekunden vor dem Abpfiff der 28:29-Anschlusstreffer, aber die Hausherren sorgten postwendend mit zwei Treffern in Folge für den 31:28-Sieg. Eine erfreuliche Vorstellung bot der junge Yannick Nitzschmann, der mit acht Treffern zum erfolgreichsten Ratinger Schützen avancierte. Aufgegeben hat die SGR den Kampf um die Meisterschaft noch längst nicht. Dazu wäre es auch noch zu früh, schließlich ist noch nicht einmal die Hinserie abgeschlossen. Noch zweimal muss die SGR in diesem Jahr auswärts antreten. Da sollen natürlich zwei Siege her, um entspannt Weihnachten feiern zu können.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)