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Rauschendes Fest der Kulturen

Rauschendes Fest der Kulturen
Bitte nicht nachmachen! Dieser Tänzer überzeugte duch seine Beweglichkeit und sein farbenfrohes Outfit. FOTO: Stadt Ratingen
Wenn an einem Sonntag zum Frühstück Sambaklänge zu hören sind, der Geruch von Köstlichkeiten in der Luft liegt und Menschen tanzen, dann steigt das Fest der Kulturen der einen Welt in Ratingen.

Das war am vergangenen Sonntag schon zu Beginn um elf Uhr sehr gut besucht. Die Samba-Combo "Sambazillus" eröffnet mit einem musikalischen Straßenzug durch die Innenstadt das Fest. Bis zum Abend feierten Tausende aus der Stadt und der Umgebung die kulturelle Vielfalt in Ratingens guter Stube – dem Marktplatz.

Alle zwei Jahre veranstaltet die Integrationsabteilung der Stadt Ratingen zusammen mit dem Integrationsrat das Fest. Dessen Vorsitzender Samuel Awasum begrüßte die Gäste frohgelaunt und ließ die Motivationskurve der Gäste, gemeinsam eine lautstarke Party zu feiern, nach oben schnellen. Rührend waren die Darbietungen der folkloristischen Kindertanzgruppen: In ihren farbenprächtigen Kostümen waren sie für viele Gäste ein wahrer Hingucker. So wurden viele Gruppen zum beliebten Fotomotiv. Von dem bunten Treiben und von den vielfältigen Angeboten war auch der zuständige Beigeordnete Harald Filip sehr angetan, der erstmalig an der Eröffnung teilnahm.

Als Moderator führte Bernd Schulz durch das abwechslungsreiche Programm, das einige Höhepunkte parat hatte. Darunter das Duo "Painting Brains", das erstmalig auf dem Fest spielte. Die beiden Ratinger Sängerinnen mit Wurzeln aus Russland und Tadschikistan überzeugten dermaßen, dass das Publikum eine Zugabe forderte. Als die African Showtime Dancers durch das Publikum zogen war klar, dass niemand mehr sitzen bleiben sollte. Mit ihrer Akrobatik und Jonglage sorgten sie zudem für einige Lacher bei den Besuchern. Berauschend auch das Saz-Ensemble Gup yola muhabbet: Vor der Bühne versammelten sich hunderte Feierlustige, um gemeinsam als Feiergemeinde zu Tanzen. Dies setzte sich fort, als die Band "Rumba Gitana" mit feuriger Flamenco- und lateinamerikanischer Musik den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte.

Bis dahin konnten sich die Gäste an Ständen der Agenda 21 über deren Arbeit informieren oder den Mitgliedern der verschiedenen Ratinger Migrantenvereine einen Besuch abstatten. Sie hielten mit köstlichen Speisen und Getränken genau die richtige Stärkung für diesen lebendigen Tag parat. Weil dieser erfolgreich war und schon jetzt die Rückmeldungen positiv sind, wird es auch in zwei Jahren wieder heißen: "Willkommen zum Fest der Kulturen der einen Welt."