| 15.57 Uhr

Rosenmontagszug: Neuer Weg und erhöhte Sicherheit

Rosenmontagszug: Neuer Weg und erhöhte Sicherheit
Auch wenn der Zug in diesem Jahr kürzer wird, die Stimmung wird darunter kaum leiden. FOTO: D. Herrmann
Aufgrund der Bauarbeiten am Düsseldorfer Platz wird der Ratinger Rosenmontagszug in diesem Jahr um rund 800 Meter kürzer. Auch beim Sicherheitskonzept gibt es Veränderungen. Von Dirk Herrmann

So das Wetter den Jecken nicht wie im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung macht, wird der Ratinger Karnevalszug in diesem Jahr wieder am Rosenmontag stattfinden. Allerdings gibt es einige Veränderungen. Das betrifft zunächst einmal den Zugweg. Wegen der Großbaustelle am Düsseldorfer Platz schwenkt der Närrische Lindwurm diesmal an der Stadthalle rechts in die Hans-Böckler-Straße und nicht wie gewohnt nach links. Danach geht es weiter über die Poststraße, den Freiligrathring, links in die Bahnstraße und wieder links in die Oberstraße Richtung Marktplatz. Große Teile des gewohnten Zugwegs werden also diesmal in umgekehrter Richtung befahren. "Durch die Umstellung ist die Strecke rund 800 Meter kürzer als im letzten Jahr", schätzt Arthur Lenhardt, der seit 2005 gemeinsam mit seiner Frau Gaby den Zug leitet.

Die Teilnehmerzahl indes ist gestiegen: von 76 auf 81 Zugnummern. Sogar eine Fußgruppe aus Schleswig hat sich angemeldet. Veränderungen gibt es auch beim Sicherheitskonzept. Nach dem Attentat auf den Weihnachtmarkt in Berlin hat das Innenministerium verschärfte Maßnahmen angeordnet. Das bedeutet zum einen stärkere Polizeipräsenz. "Darüber hinaus stellen wir an verschiedenen Stellen Barrieren auf in Form von Fahrzeugen", so Arthur Lenhardt. Er betont, dass die Zufahrten nicht komplett abgeriegelt würden. Schließlich müssten die Rettungsfahrzeuge gegebenenfalls Zugang haben. Die Barrieren werden also so aufgestellt, dass sie zu umfahren sind, aber eben nur im Zickzack mit geringer Geschwindigkeit.

"Das THW Ratingen unterstützt uns bei diesen Maßnahmen", sagt der Zugleiter, "dadurch liegt die gesamte Organisation der Maßnahme praktisch in einer Hand, was gut für die Kommunikation ist." Auch die anfallenden Mehrkosten für den Karnevalsausschuss seien so in einem verträglichen Rahmen geblieben. Tatsächlich war das eine große Sorge der Verantwortlichen. Eine Absage des Zuges wie beispielsweise in Langenfeld habe aber niemals zur Debatte gestanden. "Wir hatten genügend Zeit, um eine gute Lösung zu finden und das haben wir jetzt." Die bis zu 35.000 Gäste, die bei schönem Wetter erwartet werden, dürfen sich also einmal mehr auf ein ebenso buntes wie stimmungsvolles Rosenmontagsspektakel freuen mit prachtvoll gestalteten Wagen und gut gelaunten Fußgruppen. Um 10.11 Uhr geht es an der Industriestraße los. Das bleibt wie gehabt.