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Momentan scheint alles möglich

Momentan scheint alles möglich
Die Fans der SG Ratingen können weiterjubeln, denn auch in Aldekerk siegte das Löwen-Rudel und ist damit seit nunmehr elf Spielen ungeschlagen. FOTO: pk
Die SG Ratingen sorgt in der Handball-Regionnalliga für Furore. Auch die schwere Auswärtshürde beim TV Alderkerk nahm das Team von Trainer Khalid Khan mit einem 29:26 (12:17)-Erfolg.

Mit dem Sieg beim TV Aldekerk bleibt das Löwen-Rudel als Tabellendritter dem Führungsduo
aus Bonn und Langenfeld auf den Fersen. Allerdings sind es nur noch vier Spiele, und da dürfte der Rückstand von vier Punkten zum Spitzenreiter aus Langenfeld doch zu groß sein. Doch bei der SGR scheint momentan nichts unmöglich, zumal die Langenfelder ja noch in Ratingen antreten müssen. Und einen sonderlich stabilen Eindruck machen derzeit weder die SG Langenfeld noch der TSV Bonn. Für Spannung ist also weiterhin gesorgt. Ungemein spannend, teilweise sogar dramatisch, ging es in Aldekerk zu.

Schon im Hinspiel hatten die Ratinger mit den spielstarken Aldekerkern große Mühe um mit 31:30 die Oberhand zu behalten. Das tolle Sonnenwetter schien zunächst nur die Gastgeber zu beflügeln, während die Gäste ihre Müdigkeit kaum aus den Knochen schütteln zu können. "Bei uns wirkten alle Aktionen schläfrig und ängstlich. Nur gut, dass Torwart Jascha Schmidt sich steigerte und zum großen Rückhalt wurde, so dass der Pausenrückstand nicht noch größer wurde", stellte Außenangreifer Ben Schütte beim Gang in die Kabine fest.

Dort ergriff Abwehrchef Ace Janovski das Wort. "Seine Ansprache zeigte Wirkung, denn nach der Pause war unsere Müdigkeit wie weggeblasen", freute sich Ben Schütte. Innerhalb von sechs Minuten drehten die Gäste die Partie, warfen sechs Tore in Folge und führten nun mit 22:20. Geschlagen gaben sich die Hausherren aber nicht. Immer wieder kamen sie heran. Dramatisch verlief die Schlussphase. 26:25 führte die SGR. Nun sorgte ausgerechnet der vierfache Torschütze Yannik Nitzschmann für die Entscheidung.

Eigentlich hätte das Nachwuchstalent gar nicht spielen können (Wadenverletzung), aber dann stellte er sich doch in den Dienst der Mannschaft und erzielte die Treffer zum 27:25 und 28:25. Damit war die Partie zugunsten der SGR entschieden. Auch in diesem Spiel bewies die SGR, dass sie, wenn der Teamgeist stimmt, kaum zu bezwingen ist, dass sie sogar große Rückstände wegstecken kann, wie die Mannschaft es nun schon mehrfach bewiesen hat.
So soll es nun weitergehen, auch wenn die nächste Aufgabe wieder einmal sehr schwer ist. Denn es geht zum Tabellensiebten VfB Homberg nach Duisburg.

Im Hinspiel musste sich die SGR überraschend geschlagen geben. Das soll nun mit aller Macht vermieden werden. Schließlich will die SGR auch das zwölfte Spiel in Folge ungeschlagen bleiben, um dem Führungsduo aus Langenfeld und Bonn auf den Fersen zu bleiben.