: 04/19: Mit Kampf zum Punktgewinn

: 04/19: Mit Kampf zum Punktgewinn

Die Dumeklemmerelf beweist Charakter und kommt nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurück.

Wohl selten sind die Ratinger Fans nach dem Abpfiff des Schiedsrichters so zufrieden nach Hause gegangen wie am Sonntag. Denn gegen den starken Aufsteiger FC Kray lag das Team von Neu-Trainer Frank Zilles schier aussichtslos mit 0:2 zurück.

Und es waren nur noch acht Minuten zu spielen. Doch die Ratinger Mannschaft kämpfte unverdrossen weiter gegen zehn Krayer (Niedzicki sah Gelb-Rot in der 74. Minute) und wurde belohnt. Zunächst bereitete Moses Lamidi das 1:2 durch Gianluca Silberbach vor, der per Kopfball traf. In der Folgezeit schnürten die Gastgeber die Gäste derart ein, dass sie kaum noch aus dem eigenen Strafraum herauskamen. Und als niemand mehr mit einem Happy End rechnete, schlug erneut Silberbach mit seinem „Goldköpfchen“ zu, indem er in der Nachspielzeit einen Eckball von Ali Can Ilbay zum 2:2 einköpfte.

Die Krayer erzielten zwei gut herausgespielte Tore durch Philipp Schmidt, der in der 12. Minute und in der 80. Minute traf. Bei beiden Toren wurde die Ratinger Abwehr regelrecht ausgetanzt. Die Gastgeber kamen nur schwer in die Partie, sahen in den ersten 20 Minuten schlecht aus und hätten höher in Rückstand geraten können. Dann aber kam 04/19 in Fahrt und erspielte sich gute Möglichkeiten. Yassin Merzagua hatte zwei Kopfballchancen, verfehlte jedoch knapp das Krayer Gehäuse. Auch nach dem Wechsel blieben die Hausherren gegen den Tabellenfünften tonangebend, doch vor dem Essener Tor fehlte noch der letzte Biss. Dass es dennoch zum Punktgewinn reichte, war der starken Mentalität des Ratinger Teams zu verdanken. Krays Trainer Philip Kruppe war reichlich deprimiert: „Es ist schon mehr als bitter die scheinbar sichere Führung noch herzugeben, auch wenn Ratingen sich den Punkt verdient hat.“ Frank Zilles indes sprach von einem wichtigen Punktgewinn und war sehr zufrieden: „Die Mannschaft und ich haben nie den Glauben verloren, dass noch etwas geht. Darauf können wir aufbauen. Wir müssen jetzt nur noch stabiler werden.“ Dass der Mannschaft mit Spillmann (Sperre) sowie den verletzten Peitz und Dreßel drei Defensivspieler fehlten, wollte Trainer Zilles nicht als Ausrede nutzen: „Wir haben genügend gute Spieler, die solche Ausfälle kompensieren.“

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