Die Dumekklemmerplakette für Heinz Hülshoff

: „Ich habe das alles gern gemacht“

Der als „singender Wirt“ oder „unser Heinz“ bekannte Ratinger Gastronom Heinz Hülshoff ist für seine Verdienste um das Gemeinwohl in unserer Stadt von den Ratinger Jonges mit ihrer höchsten Auszeichnung, der Dumeklemmer-Plakette, geehrt worden.

Der Andrang zur Feierstunde war so groß, dass der Trimbornsaal in der Musikschule die Gästeschar nicht fassen konnte. Etliche mussten die Ehrung stehend vom Foyer aus verfolgen. Neben dem Familienkreis nahmen auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Brauchtum, dem Hülshoff besonders verbunden ist, und alte Weggefährten an der Verleihung teil. Auf ausdrücklichen Wunsch des Geehrten waren auch Pfarrer und Kreisdechant Daniel Schilling und Hülshoffs Texter und Komponist Jürgen Hilger bei der Feierstunde zugegen. „Die Stadt liebens- und lebenswert gestalten, damit sich hier jeder wohlfühlen kann. Dazu hast Du seit vielen Jahren in besonderem Maße beigetragen“, würdigte Jonges-Baas Dr. Edgar Dullni in seiner Begrüßung Hülshoffs Wirken.

In seiner sehr ausholenden humorvollen Laudatio spürte Schützenchef Gero Keusen dem Menschen Heinz Hülshoff nach, der mit Herzenswärme, Humor und Engagement sich für sein geliebtes Ratingen und seine Menschen einsetze. Augenzwinkernd und humorig, manchmal auch bissig und ein wenig derb schilderte Keusen Episoden und Anekdötchen aus vielen Phasen von Hülshoffs bewegtem Leben und sorgte immer wieder für Heiterkeit und spontanen Applaus.

Es gebe kaum eine Karnevalsgesellschaft oder Schützenkompanie, mit der Hülshoff nicht aktiv oder ehrenhalber verbandelt ist oder von der er ausgezeichnet wurde. Als „echter Wirt mit großem Herz“ habe er auch das Zuhören gelernt und ein gutes Gespür für Lebensnöte anderer. Breite Erwähnung fand Hülshoffs Engagement für Menschen, die nicht nur auf der Sonnenseite stehen: ob auf Karnevalsfeiern in Altenheimen oder bei der Lebenshilfe, beim Seniorencafé am Schützenfest oder mit einer spontanen Hilfsaktion für einen leukämiekranken Feuerwehrmann. Und natürlich die Musik. Mit seinen Liedern erreiche Heinz Hülshoff auch Menschen, die wenig Freude am Leben haben. „Viele Deiner Lieder sind Ratinger Nationalhymnen geworden.“ Mit dem abschließenden „Danke, Heinz, für viele wundervolle Momente“, sprach Keusen vielen im Saal aus dem Herzen. Sichtlich bewegt dankte Hülshoff für die große Ehrung, winkte aber bescheiden ab: „Ich habe das alles immer gerne und mit Begeisterung gemacht.“

Ein besonderes Anliegen war es ihm noch, jenen ausdrücklich zu danken, die ihm in schweren Lebensphasen Mut gemacht haben und künstlerisch begleitet haben. Sein musikalisches Dankeschön, das Lied „Viva Ratingia“, nahmen die Feiergäste dann stehend applaudierend und schunkelnd entgegen.