: Die Legende kehrt zurück

: Die Legende kehrt zurück

Nach neun Jahren Pause steigt am kommenden Wochenende wieder das Erntedankfest in Eggerscheidt. Wurde aber auch Zeit.

„Wann macht ihr denn endlich weiter?“ – diese Frage hat Jürgen Heidhaus, Vorsitzender des Garten- und Heimatbauvereins Eggerscheidt in den vergangenen Jahren häufig gehört. Und lange musste er mit den Schultern zucken.

Bis jetzt. Am kommenden Wochenende findet es endlich wieder statt, das schmerzlich vermisste Erntedankfest in Eggerscheidt. Eine Veranstaltung, deren Wurzeln bis in das Jahr 1964 zurückreichen und die bei den Eggerscheidtern – und nicht nur denen – einen legendären Ruf genießt. Organisiert wurde das Ereignis stets vom ansässigen Garten- und Heimatbauverein (GHV), 2010 zum letzten Mal; die Kosten waren gestiegen, die Besucherzahlen gesunken – das Fest rechnete sich nicht mehr. Fortan klaffte eine große Lücke im Eggerscheidter Veranstaltungskalender. Und die wollen nun Fabian Pollheim, Präsident der Prinzengarde Rot-Weiß und Jürgen Heidhaus schließen.

„Wir lassen das Erntedankfest wieder aufleben, allerdings in einer etwas abgespeckten Version.“ - so Pollheim, der übrigens einst seine Frau Marijke auf dem Fest kennen lernte. Nicht mehr drei, sondern zwei Tage sind für die Sause angesetzt. Das beheizte Festzelt auf dem Platz am Obersthof misst jetzt nur noch die Hälfte, die Kosten wurden dadurch spürbar gesenkt. Was bleibt, ist die Aussicht auf beste Stimmung sowohl bei der Rock- und Oldienight am Freitag, 11. Oktober 19.30 Uhr, als auch beim zünftigen Dorfabend am Samstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr. Und natürlich findet auch das Erntekönigsschießen und Gästeschießen wieder statt. Die Teilnehmer feuern auf den Gemüsevogel, bestehend aus Kohlrabi (Kopf), Möhren (Flügel) und Porree (Schweif). Wodurch sich auch der traditionelle Schlachtruf der Eggerscheidter erklärt: ein dreifaches „Sellerie – Salat“.

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