: Geschichten von gestern und heute

: Geschichten von gestern und heute

Vergangene Woche hat der Lintorfer Heimatverein im Ratinger Museum die diesjährige Quecke im Ratinger Stadtmuseum vorgestellt.

. Barbara Lüdecke, Vorsitzende der Lintorfer Heimatfreunde, gab an diesem Abend einen kurzen Einblick in die abwechslungsreichen Berichte und Erzählungen aus Ratingen und dem Angerland aus Gegenwart und Vergangenheit. Auf 240 Seiten findet man in der neuen Quecke etwa 60 Beiträge von 40 altbekannten, aber auch neue Autoren.

Die bunte Sammlung enthält in diesem Jahr unter anderem Berichte über Jubiläen und runde Geburtstage, wie beispielsweise das 112-jährige Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr Lintorf oder 175 Jahre Theodor Fliedner Stiftung.

In weiteren Texten wird an die diesjährige Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Eheleute Buer oder des Rheinlandtalers an Michael Lumer gedacht, und in zwei Nachrufen an Willi Schellscheidt und Armin Schneidersmann. Liesel Gockel tritt mit ihrem ersten Mundartartikel in die Fußstapfen ihrer Mutter Maria Molitor und Andreas Mainka erzählt, wie er mit Schulkameraden den Samstagsunterricht schwänzte, um beim Fall der Berliner Mauer dabei zu sein. Und es gibt wieder Familien- und Firmengeschichten sowie alte Fotos aus dem Nachlass des Berufsfotografen Rainer Klöckner, Buchbesprechungen und erstmalig einen Bastelbogen, mit dem man das Haus Ulenbroich im Maßstab 1:87 nachbauen kann, um nur einige der Beiträge zu nennen. Im Anschluss an den offiziellen Teil stieß man mit einem Glas Sekt oder Wein und Häppchen auf die neue Ausgabe an und unterhielt sich in ungezwungener Runde, vielleicht auch schon über Artikel für die Quecke Nr. 90.

Auch vergangenen Samstag konnte man in der Quecke stöbern und sich in ungezwungener Runde über die vielen kulturellen, politischen, zwischenmenschlichen und alltäglichen Geschichten und Fotos unterhalten, dieses Mal bei heißem Glühwein oder Kakao und leckeren Schmalzbroten. Denn da wurde vom Lintorfer Heimatverein die neue Quecke erstmalig an seine Mitglieder und alle anderen interessierten Leser herausgegeben. Familie Fleermann hatte freundlicher Weise für diese Veranstaltung die Türen zur Helpensteiner Mühle, die sich schon seit 1914 im Familienbesitz befindet, geöffnet. Ein kleines Rahmenprogramm rundete den stimmungsvollen Nachmittag ab: Schüler der Johann-Peter-Melchior-Grundschule stimmten zur Eröffnung der Veranstaltung die Besucher mit Weihnachtsliedern auf die Adventszeit ein. Sie haben auch mit ihren Bastelarbeiten für eine schöne Dekoration gesorgt.

Bastian Fleermann führte fast den ganzen Nachmittag durch die historische Mühle und erzählte den begeisterten Besuchern einiges über die Geschichte und Funktionsweise der Mühle. Zum Abschluss lud die Lintorfer Sopranistin Brigitte Hansen zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern am offenen Feuer vor der Mühle ein. Und alle waren sich einig, dass diese neue Art des Quecke Verkaufs dank vieler fleißiger Hände wirklich gelungen war. Selbstverständlich ist der Heimatverein auch beim Adventstreff der Lintorfer Werbegemeinschaft am kommenden Wochenende auf dem Marktplatz wieder mit einem Stand vertreten.

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