Schüler und Schülerinnen protestierten in Ratingen für das Klima

Protestzug : Alle gemeinsam für das Klima

Viele sind dem Aufruf der Ratinger Ortsgruppe von Fridays For Future gefolgt und haben sich am heutigen Freitag, 20. September, 11.30 Uhr, auf dem Marktplatz versammelt, um von dort gemeinsam durch die Stadt zu ziehen und für das Klima zu demonstrieren.

„Wir sind die erste Generation, die die Folgen der Klimakrise zu spüren bekommt und die letzte, die noch handeln kann. Wenn wir jetzt nicht aktiv werden, sind die Schäden, die wir unserem Planeten zufügen, unumkehrbar.“, sagt Jan Niklas Niebisch, Ratinger Schüler und Mitbegründer der hiesigen Fridays For Future Ortsgruppe.

Endlich handeln - das forderten am heutigen Freitag, 20. September, Menschen in zahlreichen Städten auf der ganzen Welt. Menschen, die genauso denken wie Jan Niklas Niebisch. Fridays for Future hatte zum internationalen Großstreik aufgerufen. Auch in Ratingen versammelten sich um 11.30 Uhr Schüler und Erwachsene am Marktplatz, um ihren Sorgen um das Klima Ausdruck zu verleihen. Mit Sprechchören, Plakaten und Schildern brachten sie die Problematik auf den Punkt: „Auf dieser Titanic fehlt nur noch die Panik“ war zu lesen. Oder: „Macht ihr eure Hausaufgaben, dann machen wir unsere“. Und: „Es gibt keinen Planet B“.

Die Organisatoren des Protests baten unter anderen auch Bürgermeister Klaus Pesch ans Mikrofon, der sich vom Engagement der Versammelten beeindruckt zeigte und erklärte, dass die Stadt ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten wolle. Die Maßnahmen seien allerdings für sich genommen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es gehe vor allem um den Vorbildcharakter, nur wenn alle mitmachten, könne es die erwünschte Wirkung haben.

Die Teilnehmer der Demonstration zogen anschließend unter Sprechchören durch Ratingen bis zur Stadthalle, wo es eine Zwischenkundgebung gab und dann weiter bis zum Düsseldorfer Platz zur Abschlusskundgebung.

Die Bewegung Fridays for Future folgt dem Beispiel Greta Thunbergs, die seit Monaten jeden Freitag vor dem Parlament in Stockholm demonstriert. In Deutschland streiken seit über neun Monaten viele tausend junge Menschen. Es gibt über 500 Ortsgruppen. Jan Niklas NIebisch: „Die Klimakrise zu bewältigen, ist keine Aufgabe für eine einzelne Generation. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Menschheit.“

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