Widerstand gegen den achtspurigen Ausbau der A3: SPD Hösel fordert Einhausungen und Landschaftsbrücken

Widerstand gegen den achtspurigen Ausbau der A3 : SPD Hösel fordert Einhausungen und Landschaftsbrücken

Als völlig aus der Zeit gefallen bezeichnete der SPD-Vorstand des Stadtbezirkes Hösel/Eggerscheidt den achtstreifigen Ausbau der A3 zwischen Leverkusen und Breitscheid.

Schlimmer noch für Hösel/Eggescheidt sei der Ausbau der Raststätte zu einem gigantischen kostenlosen Rastplatz für ausländische Fernfahrer. Die landesplanerisch bedeutsame Frischluftschneise sei damit fast vollständig ruiniert, räsoniert Dr. Willm Rolf Meyer, SPD-Ratsherr aus Hösel.

Der Vorstand des SPD Stadtbezirkes Hösel/Eggerscheidt hat sich am Dienstag, 2. September, neben anderen Themen insbesondere mit dem Ausbau der A3 befasst. Der NRW Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hatte im Mai auf einer Veranstaltung von Mittelstandsvereinigung und Unternehmerverband in Ratingen stolz den gigantischen Mittelzufluss für A3, A52 und Rastplatz verkündet.

Ratingen - so der Alt MdL Dr. Hans Kraft - sollte sich den Initiativen der Städte Langenfeld, Leichlingen, Hilden, Solingen anschließen, um dieses Bauwerk zu verhindern. Die Stadt Leverkusen war erst später der Initiative beigetreten, weil man der Stadt wohl eine Einhausung der Autobahn im Zuge des Ausbaus in Aussicht gestellt hat.

Dies bringt Dr. Meyer auf eine weitere Idee. Sollte der bereits im Bundesfernstraßenplan vorgesehene Ausbau nicht zu verhindern sein, so fordert er die Einhausung/Abdeckung der Autobahn zwischen Eggerscheidterstraße und Kesselströttchen: „Der Lärm wäre für fast ganz Eggerscheidt und die südwestlichen Wohngebiete in Hösel verschwunden und der Raum zwischen den beiden Ortsteilen wäre wieder erlebbar“, so Meyer.

Des weiteren schlägt Dr. Meyer eine Landschaftsbrücke im Höseler Wald als Kompensationsmaßnahme für den Rastplatz vor. „Diese Landschaftsbrücke könnte entweder nördlich oder südlich der S-Bahnquerung mit der A3 gebaut werden.“ Dadurch würde der durch verschiedene Infrastrukturen arg zerzauste Wald wieder zusammenwachsen und vernetzt werden. Die Trennungswirkung der Autobahn würde deutlich reduziert.

Den SPD Politikern ist klar, dass zur Umsetzung ihrer Forderungen dicke Bretter zu bohren sind. Die sachverständige Bürgerin Hilde Pensky, berichtet von Ihrem verstorbenen Mann, dem legendären SPD Bundestagsabgeordneten Heinz Pensky: " Er habe in den siebziger Jahren gegen alle Widerstände den Autobahntunnel in Birth (A 44 in Velbert) durchgesetzt. Keiner habe es damals für möglich gehalten, zum Schutze der Anwohner so einen Tunnel zu bauen. Seit über 40 Jahren ist das Teilstück fertig!! Das gibt Mut!", so die Seniorin der Höseler SPD.

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