SpielRaum: Der Zauber der Kunst

SpielRaum: Der Zauber der Kunst

"Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" (Pablo Picasso) - unter diesem Motto von Pablo Picasso steht die diesjährige Skulpturen Werkschau der Werkgruppe Atelier Gottschalk am 7. und 8. November.

Seit vielen Jahren schaffen Frauen und Männer unterschiedlicher Temperamente, Neigungen und Berufe Skulpturen aus Holz und Stein. Unter Leitung der Bildhauerin Antjepia Gottschalk widmen sie sich dem Ziel, im Schaffensprozess die eigenen künstlerischen Fähigkeiten freizulegen, zu entwickeln und Ausdruck zu geben.

Bereits in vier Ausstellungen im SpielRaum e.V. hat sich die "Werkgruppe Atelier Gottschalk" der Öffentlichkeit präsentiert. Am zweiten November Wochenende werden nun in der 5ten Werkschau in den großzügigen Atelierräumen in der Papiermühle in Ratingen-Ost, neue Objekte aus Stein und Holz von 15 Teilnehmenden präsentiert.

Spielraum e.V. versteht sich als "Akademie für Lebenskunst". Hier wird eingeladen zu Inspiration und Kreativität, zu Innovation und Querdenken und Mut gemacht, neue, eigene und intuitive Wege zu gehen. Oder - wie Antjepia Gottschalk es für die Kunst ausdrückt: "die Verbindung zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Wirklichkeit herzustellen und sichtbar zu machen."

In der Arbeit am Stein oder Stamm gilt es, das innewohnende Wesen des Materials zu erkennen und herauszuarbeiten. Das erfordert intensive Auseinandersetzung, eine Art inneren Dialog zwischen Schaffendem und Material, völliges Einlassen in einen Prozess, dessen Ergebnis selten vorwegzunehmen ist. Er ist tatsächlich in jeder Hinsicht steinig: "Ein Weg durch alle Gefühlslagen: Lebendigkeit, Ratlosigkeit, Herausforderung und Entmutigung - tiefe Befriedigung am Ende." Denn: "den Moment zu erleben, in dem der Stein oder das Holz neu lebendig wird und sein Wesen zeigt — dieser Zauber lohnt jede Mühe", wie eine Kunstschaffende es beschreibt.

Die Besucher der diesjährigen Werkschau können wieder die ganz eigene Atmosphäre des Ateliers und dem SpielRaum e.V. erleben. Nicht nur die Originalität und Einzigartigkeit der Objekte regen Fantasie und Intuition der Besucher an. Es ist auch die Ausdruckskraft der Kunstschaffenden, die den Betrachter in ihren Bann zieht.

Auch für die KünstlerInnen ist es ein völlig neues Erleben, die eigenen Werke in diesem Kontext zu betrachten. Losgelöst von Staub des Arbeitsprozesses. Es ist aufregend und kostet Mut, einzuladen, die eigenen Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren und selber als Betrachter das Werk mit ganz anderen Augen zu erleben. Am Sonntag von 12-14 Uhr spielt die Gruppe "Ma Yofes", Klezmer Musik, die mitreißt und Lebendigkeit bringt. Die Werkschau 2015 ist am 7. November von 12 bis 18 Uhr und am 8. November von 11 bis 17 Uhr geöffnet und verspricht den Kunstinteressierten inspirierende Eindrücke und Begegnungen.

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