: Tränen vor Lachen und Rührung

: Tränen vor Lachen und Rührung

Die Premiere der Nostalgiesitzung der Roten Funken in der letzten Session war ein voller Erfolg. Und auch die Fortsetzung begeisterte.

. „Das war so ein schöner Abend, ein besonderes Erlebnis“ – so empfanden viele Gäste, die am letzten Freitagabend die Nostalgie Sitzung der Stadtgarde Funken Rot-Wiss im Landhotel Krummenweg miterlebt haben. Und alle waren sich einig, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen werden. Cornel Herbrand, als Zeremonienmeister verantwortlich für die Auswahl der Künstler und die Gestaltung des Abends: „Kostendeckend arbeiten wir auch im zweiten Jahr mit dieser Veranstaltung nicht. Wir hätten uns in diesem Jahr ein größeres Interesse an diesem Format und natürlich auch mehr Gäste gewünscht. Doch wir Funken stehen dahinter und wollen es weiter fördern.“

Man wünscht den Funken einen langen Atem, denn genau diesen Rahmen braucht eine Veranstaltung, um einem Künstler wie Thomas Cüppers, bekannt als „Et Klimpermännchen“ eine Bühne geben zu können. Die bekannte Stecknadel konnte man fallen hören, als die Gäste gebannt seinem feinen Wortwitz lauschten, mit dem er seine Krätzjer aus der Zeit der „Zinkwannen Kinder“ spickte. Und viele fühlten sich dabei zurückversetzt in ihre Kindheit und erinnerten sich, mit dem Duft von Fichtennadel Sprudelbad in der Nase, an den wöchentlichen Badetag. Und man lernte von ihm auch Wissenswertes, nämlich dass Selbstgespräche erst dann wirklich schlimm sind, wenn man dabei Neues erfährt. Der Weltenbummler, Gerd Rück, mit 81 Jahren der Senior auf der Bühne, zündete einen Witz nach dem anderen und trug es in so unvergleichlich charmanter trockener Art und Weise vor, dass man allein über die Darbietung herzhaft lachen musste. Und er war selbst das beste Beispiel dafür, dass Humor wirklich jung hält. Fritz Schopps, Et Rumpelstilzche, berichtete in seiner gewohnten Reimrede Neues aus dem Zauberwald und war dabei stets aktuell, was das politische Weltgeschehen betraf. Bereits zum zweiten Mal stand J.P. Weber auf der Bühne am Krummenweg, doch sein Vortrag gehörte wie auch im letzten Jahr zu den Höhepunkten dieses Abends.

Mit seiner Flitsch (ein Geschenk von Hans Süper) trifft er stets den richtigen Ton und trägt stimmgewaltig mal laut und dann wieder ganz leise kölsches Liedgut vor. Immer wieder unterbrochen von kurzen Berichten aus dem Taj Mahal des kölschen Frohsinns (dem Gürzenich). Und bei seiner Interpretation vom „Kölsche Jung“ lauschte das Publikum andächtig und genoss diesen besonderen Moment. Doch die Funken wären nicht die Funken wenn sie nicht gekonnt, ihre Eigengewächse in dem Programmablauf präsentierten.

Die Karawane der Funkenpänz eröffnete mit ihrem Gardetanz den langen Abend und es war eine große Freude zu sehen, mit welchem Stolz und Begeisterung schon die Allerkleinsten (5 Jahre) bei der Sache waren. Hervorzuheben ist der schwungvolle Showtanz von Laura Zumbrink und Sarah Anna Aust, die nach der Choreografie ihrer langjährigen Tanztrainerin Marion Matthei, den Charleston hochleben ließen und erst nach einer Zugabe und viel Applaus von der Bühne gelassen wurden. Auch die Jungendgarde und die große Tanzgarde, der Hühnerstall, begeisterte mit ihren neuen Gardetänzen. Zum Ende des Abends betrat der Hahnenschrei die Bühne und sorgte dafür, dass das leckere 3-Gänge Menü aus dem Landhotel Krummenwegnicht ansetzteund die Gäste in Bewegung kamen. Es wurde fleißig getanzt, geschunkelt und lauthals mitgesungen.

Kurz vor Mitternacht beendete der Präsident und Vorsitzende der Funken, Michael Droste, das Programmund wünschte seinen Gästen eine gesegnete Weihnachtszeit. Und diese Gäste fragten sich, ob sie an diesem wunderbaren Abend am Ende mehr vor Lachen oder vor Rührung Tränen in den Augen hatten. Auf jeden Falltrifft es voll das Motto, mit dem Thomas Cüppers die Bühne mit besten Wünschen verlassen hat: „Genießen wir das Leben, wir haben nur das eine!“

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