1. Die Stadt

„Wir wollen die Bürger nicht abzocken“

„Wir wollen die Bürger nicht abzocken“

Bis zum Jahresende wird der kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Ratingen verdreifacht.

Derzeit sind im KOD sieben Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin beschäftigt. Vier von ihnen sind erst kurzfristig im Dienst. Weitere vier Neueinstellungen sollen bis Dezember erfolgen.

Die Bewerbungen sind bereits im vollen Gange. Unterm Strich bedeutet dies, dass die Stadt ihren Ordnungsdienst verdreifacht. Künftig kann sich also der Bürger in Ratingen noch sicherer als ohnehin schon fühlen.

Denn von „Wild-West“ kann in Ratingen keine Rede sein. „In Ratingen herrscht noch heile Welt vor“, sagt Dejan Jovanovic. Der 35-Jährige muss es wissen, denn bisher hat Jovanovic beim Sicherheitsdienst im Düsseldorfer Flughafen gearbeitet. „Und dort ging es schon derbe zu“, muss ich sagen. In Ratingen sind die Menschen doch wesentlich friedvoller“, so der neue Mann zu seinen ersten Erfahrungen als Mitarbeiter des KOD Ratingen. Die Verstärkung des kommunalen Ordnungsdienstes hat verschiedene Gründe. So sollen künftig alle Stadtteile vom KOD überwacht werden. Auch am Wochenende sind die Ordnungskräfte bis in den späten Abend hinein im Einsatz.

Die Aufgaben sind vielfältig. Nahezu ein Dutzend Hauptaufgaben sind aufgelistet. So werden künftig öffentliche Flächen auf Schmutz und Lärm überwacht und kontrolliert. Die Überwachung des ruhenden Verkehrs sowie die Ahndung von Verstößen im Zusammenhang mit Hundehaltung. Gaststättenschutz-, Jugendschutz- und Nichtraucherschutzkontrollen sind weitere Aufgaben.

Auch Ermittlungen bei Beschwerden (Lärm, Gerüche, Bewuchsüberhängen, etc.) zählen ebenfalls zu den Aufgaben der Ordnungskräfte. Ein wachsames Auge werden die KOD-Mitarbeiter auch auf die Radfahrer haben. Ordnungsdezernent Harald Filip erklärt dazu: „Wir wollen die Bürger nicht abzocken, sondern fordern Verständnis ein. Unser Motto ist die Deeskalation, damit ein gutes Miteinander zwischen Bürgern und der Verwaltung entsteht.“ Eine ganz gewichtige Aufgabe kommt den Ordnungsdienstmitarbeitern zu, wenn sie mit der Polizei eine Partnerschaft eingehen. Hierbei unterstützen sich Polizei und Ordnungsdienst gegenseitig. „Wenn wir zu dritt auftreten, ist der Respekt bei den Bürgern uns gegenüber sehr groß. Zudem können wir viel lernen und uns Verhaltensweisen der Polizei abschauen, die uns bei der täglichen Arbeit helfen“, sind sich die neuen KOD-Mitarbeiter einig.

Erstaunlich ist auch, wie beliebt der Job als KOD-Mitarbeiter ist. So berichtet Ordnungsamtsleiter André Dietze, dass sich auf die vier Stellen der kürzlich eingestellten Mitarbeiter 80 Personen beworben haben. Was macht den KOD-Dienst bei der Stadt Ratingen so attraktiv? Erstens die Vielfältigkeit und zweitens, dass die Arbeit im öffentlichen Dienst viel Sicherheit bietet. Und dann weist Harald Filip auf die guten Perspektiven hin: „Bei uns haben die KOD-Mitarbeiter die Möglichkeit, sich hier im Hause weiter zu bilden, so dass sie später mal in der Verwaltung eingesetzt werden können. Auch deshalb sind wir ein attraktiver Arbeitgeber.“

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)