Rollatortraining in Ratingen mit AWO und Aktivtreff

AWO : Sicher mit dem Rollator

Wie steige ich sicher mit meinem Rollator in einen Bus ein oder aus? Wo und wie setzte ich mich am besten hin? Viele Senior*innen sind unsicher, wenn Sie mit ihrer Gehhilfe die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen müssen.

Daher hatte die AWO Angerland und der Aktivtreff 60+ in Kooperation mit der Rheinbahn zu einem Rollatortraining eingeladen, um ein wenig von der Unsicherheit zu nehmen. Trotz des mehr als ungemütlichen Wetters nutzten gut 15 Senior*innen diese Chance und ließen sich nützliche Tipps und Tricks zeigen, wie man sich sicher am und im Bus bewegt.

Und sie haben es an diesem Tag nicht bereut, der Einladung der beiden Begegnungsstätten gefolgt zu sein. „Ich war immer unsicher und schon der Gedanke an das Busfahren machte mir ein wenig Angst. Es ist schön, hier einmal in Ruhe zu üben und Sicherheit zu gewinnen“, meinte eine Teilnehmerin.

Schon an der Bushaltestelle am ehemaligen Rathaus zeigte der routinierte Busfahrer Thomas Thiel von der Rheinbahn die ersten Tricks, wie man sicher einsteigt. Denn der eigentliche Trainingsort war der Schützenplatz. Die Senior*innen lernten dort nach einer kurzen offiziellen Begrüßung in praktischen Einzelübungen, das Ein- und Aussteigen mit ihrer Gehhilfe. Wichtig dabei war es, immer den Rollator durch die Bremse zunächst zu sichern bevor sie selber ein- bzw. aussteigen. Thiel wies auch darauf hin, dass es wichtig sei, sich dabei nicht am Rollator festzuhalten, sondern an den Griffen rechts und links von der Bustür. Auch sei die Gehhilfe kein passender Sitzplatz.

Am besten sind die Sitze entgegen der Fahrtrichtung geeignet. „Wenn Sie Probleme haben, einen Platz zu finden oder Hilfe beim Ein- oder Aussteigen benötigen, machen Sie sich bemerkbar und sprechen Sie den Fahrer an. Kommunikation mit uns ist wichtig, denn wir möchten, dass sie sicher an ihrem Ziel ankommen. Nutzen Sie auch den blauen Signalknopf, um dem Fahrer zu signalisieren, dass Sie in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und er oder sie daher besonders achtsam sein kann“, riet Thiel.

Einige Senior*innen gaben zu bedenken, dass dies aber nicht immer einfach sei, weil die Busfahrer häufig ungeduldig seien, auf einen straffen Fahrplan pochen, ihnen nicht genügend Zeit lassen, sich sicher zu platzieren oder ihnen einfach nicht helfen „Wir haben rund 1.500 Fahrer und Fahrerinnen. Da gibt es leider ein paar schwarze Schafe, das können wir trotz regelmäßiger Schulungen nicht verhindern. Seien sie mutig und pochen Sie auf ihr Recht. Der Fahrer hat die Verpflichtung Sie sicher zu transportieren“, erklärte Thiels Kollegin Laura Paradiso. Selbstverständlich gab es bei der Veranstaltung auch genügend Zeit, individuelle Fragen zu stellen, auf die Thiel und Paradiso breitwillig eingingen.