: Lintorfer TC: „So richtig einen drauf bekommen“

: Lintorfer TC: „So richtig einen drauf bekommen“

Schon wieder eine krachende Niederlage für die Tennisdamen des LTC. Ist die 2. Bundesliga eine Nummer zu groß?

Der vierte Spieltag der 2. Tennis-Bundesliga hat endgültig gezeigt, dass diese Liga für die Damen des Lintorfer TC eine Nummer zu groß ist. Denn selbst gegen Union Münster, der bis dato ebenfalls sieglos war, kassierten die Lintorferinnen mit 1:8 eine unerwartet deutliche Klatsche. Dem Ehrenvorsitzenden Manfred Büth stand schon nach der ersten Einzelrunde der Schrecken ins Gesicht geschrieben. „Das wird heute nichts. Wir werden so richtig einen drauf bekommen“, prophezeite Büth. Und er sollte Recht behalten. Auch Laura Heinrichs, die in der Vorwoche noch gegen Bayer Leverkusen überzeugte, musste zugeben: „Meine Gegnerin war einfach zu stark. Zudem liegt mir ihre Spielweise überhaupt nicht. Da hatte ich keine Chance.“

Lediglich Anouk Tigu zeigte gute Form. Die 29-jährige Niederländerin siegte sicher in zwei Sätzen. Alle anderen Einzel gingen in zwei Sätzen verloren, bis auf das von Constance Sibilli. Lintorfs Nummer eins wehrte sich nach Kräften, musste sich aber im Tiebreak mit 13:15 geschlagen geben. Somit standen die Gäste aus Münster bei einer 5:1-Führung vor den abschließenden drei Doppeln schon als Sieger fest. Dennoch waren die Münsteranerinnen nicht zu bremsen und entschieden auch alle Doppel für sich. Für den LTC stehen nun in der 2. Bundesliga noch zwei Auswärtsspiele über Pfingsten an. Zunächst muss das LTC-Team zum Tabellenzweiten Blau-Weiß Berlin reisen (Pfingstsamstag, 11 Uhr), ehe es am Pfingstmontag, 11 Uhr, zum Tabellenführer SC Marienburg geht. Die Marienburgerinnen besiegten zuletzt die Berlinerinnen mit 8:1.

Der LTC beendet die 2. Liga-Saison also bei den beiden Aufstiegskandidaten für die Erste Bundesliga und dürfte chancenlos sein. Das sieht auch Manfred Büth so: „Da wird für uns nichts zu holen sein.“

Es spricht also alles dafür, dass der LTC als punkteloses Schlusslicht absteigen muss. „Das wäre aber auch nicht schlimm, zumal wir vielleicht trotzdem drin bleiben, weil eventuell einige Teams zurückziehen“, sagte Manfred Büth vor dem Saisonstart.