: SG Ratingen: „Da geht normalerweise nichts mehr“

: SG Ratingen: „Da geht normalerweise nichts mehr“

Ernüchternde Niederlage für die Handballer der SG Ratingen beim Tabellenzweiten in Korschenbroich.

So richtig sind die Spieler des Handball-Viertligisten SG Ratingen nicht aus der kurzen Weihnachtspause herausgekommen. Zwar konnte die Mannschaft von Trainer Ace Jonovski seinen kompletten Kader aufbieten (bis auf den zum TV Angermund gewechselten Marco Bauer), wurde so nebenbei auch noch der Kreispokal gewonnen, doch als es drauf ankam, patzte die SGR gewaltig. Denn beim Tabellenzweiten TV Korschenbroich gab es eine bittere 26:34 (13:16)-Niederlage. Durch diese Pleite ist die SGR mit 13:11 Punkten auf Platz sechs zurückgefallen. Der Rückstand auf die beiden Spitzenteams TuS Opladen und TV Korschenbroich beträgt nun sieben beziehungsweise fünf Punkte. Zwar ist die Saison noch lang, aber selbst Optimisten fällt es schwer, der SGR noch eine Siegesserie zuzutrauen, um die beiden Spitzenteams zu überholen. Auch Rückraumspieler Alexander Oelze musste verknittert eingestehen: „Da geht normalerweise nichts mehr. Aber wir werden weitermachen und versuchen aus der misslichen Lage noch das Beste zu machen.“ Eigentlich hat das Ratinger Team nicht schlecht gespielt. Doch es lief einfach alles gegen die Gäste. So waren die beiden besten SGR-Schützen Oelze (7/2 Tore) und Filip Lazarov (8/3) nicht mit sich zufrieden. Zu Recht, denn Lazarov benötigte für seine acht Tore 16 Versuche, auch Oelzes Wurfquote war unbefriedigend. Zudem vergaben die beiden noch fünf Siebenmeter. Daran hatte Korschenbroichs Torwart einen ganz großen Anteil. Während der nämlich eine Superparade nach der anderen ablieferte, kam sein Ratinger Antipode Nils Schmidt nicht über Mittelmaß hinaus. Auch Trainer Ace Jonovski musste feststellen: „Das Torhüterduell haben wir verloren.“

Hinzu kam, dass die Hausherren geistig und körperlich schneller waren. So holten die Korschenbroicher sich nahezu jeden Abpraller. Oelze meinte dazu: „Es war wie verhext. Der Ball fiel den Hausherren nahezu jedesmal in die Hände. So war es natürlich leicht, die Bälle einzunetzen.“ Die SG Ratingen lief stets einem Rückstand hinterher. Beste Zwischenstände waren noch das 15:16 (33.) und das 18:21 (40.). Doch postwendend leisteten sich die SGR-Cracks technische Fehler und Fehlwürfe, so dass die willensstarken Hausherren ihre Führung relativ leicht ausbauen konnten. Trainer Ace Jonovski muss nun seinen Spielern klarmachen, dass es mit einer positiven Einstellung weitergehen muss. „Wir haben jetzt zwei Heimspiele vor der Brust. Die wollen wir gewinnen“, so Jonovski. Es sind zwei Mittelfeldduelle, denn zunächst geht es zum Abschluss der Hinrunde gegen den TV Aldekerk (7.), und eine Woche darauf zum Rückrundenstart gegen TuSEM Essen II.